Tipps & Infos

Besteuerung von Airdrops

Von Seiten der Finanzverwaltung gibt es noch keine Aussagen zur Besteuerung von Airdrops.

Bei einem Airdrop werden Kryptowährungseinheiten kostenlos an die
Community verteilt. Die steuerliche Beurteilung hat immer anhand des konkreten Einzelfalles zu erfolgen, dh der jeweilige Airdrop muss analysiert werden. Es können idR zwei Arten von Airdrops unterschieden werden.

Automatisierter Airdrop: Bei sogenannten automatisierten Airdrops kommt es zur unangekündigten Verteilung von Kryptowährungseinheiten an Wallets, die ein Guthaben aufweisen (Snapshots).

Manueller Airdrop: Bei einem manuellen Airdrop muss die Person, die Kryptowährungseinheiten erhalten möchte aktiv werden und zB Beiträge in Sozialen Netzen wie Telegram oder Twitter liken oder einer Telegram-Gruppe beitreten. Airdrops werden als Marketinggründen gewährt.

Bei manuellen Airdrops, wo ein Leistungsaustausch vorliegt, können Sonstige Einkünfte (Einkünfte aus Leistungen) vorliegen. In diesem Fall muss der Euro-Marktpreis der erhaltenen Kryptowährungseinheiten in der Steuererklärung angesetzt werden. Die Besteuerung erfolgt bei natürlichen Personen zum Einkommensteuertarif. Bei automatisierten Airdrops kann unseres Erachtens eine Besteuerung analog zu den Hardforks erfolgen.

Haftungsausschluss: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung bzw. crypto-tax.at übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.